{"id":307,"date":"2015-06-11T12:10:05","date_gmt":"2015-06-11T10:10:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fronhoven.de\/?p=307"},"modified":"2015-06-11T12:10:05","modified_gmt":"2015-06-11T10:10:05","slug":"was-ich-nicht-weiss-macht-mich-nicht-heiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fronhoven.de\/?p=307","title":{"rendered":"Was ich nicht wei\u00df, macht mich nicht hei\u00df"},"content":{"rendered":"<p>So stellt sich leider immer wieder die Politik gegen\u00fcber dem Thema Infraschall auf. Genauer gesagt, erhalten wir von der B\u00fcrgerinitiative immer wieder die Aussagen, wenn wir das Thema Infraschall ansprechen, dass es anhand der existierenden wissenschaftlichen Grundlagen keinen Beleg daf\u00fcr gibt, dass Windr\u00e4der negative Auswirkungen f\u00fcr die Gesundheit haben.<\/p>\n<p>Die Frage, die man sich stellen muss ist, wie man nun mit der wissenschaftlicher Unsicherheit umgeht. Solange man nichts mit absoluter Bestimmtheit wei\u00df, kann man nat\u00fcrlich so tun, als g\u00e4be es \u00fcberhaupt kein Problem und vor allem keinen Handlungsdruck. <strong><em>Was ich nicht wei\u00df, macht mich nicht hei\u00df:<\/em> <\/strong>Zu dieser Sichtweise neigen offenbar deutsche Umweltbeh\u00f6rden und unsere Politiker, die die Windkraft uneingeschr\u00e4nkt bef\u00fchrworten. Eine einfache und bequeme Philosophie, die nicht gerade zum Erwerb neuen Wissens aufmuntert &#8211; ganz im Gegenteil.<\/p>\n<p>Die Welt am Sonntag (WamS) berichtet in Ihrer Ausgabe vom 31.05.2015 wieder einmal \u00fcber dieses Thema: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/energie\/article141691937\/Behoerden-reden-moegliche-Schall-Schaeden-klein.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/energie\/article141691937\/Behoerden-reden-moegliche-Schall-Schaeden-klein.html<\/a><\/p>\n<p>Dem Artikel kann man auch noch entnehmen, dass das deutsche Umweltbundesamt (UBA) inzwischen eine gro\u00dfe Folgestudie \u00fcber Infraschall-Gefahren ausgeschrieben hat. Das hinderte UBA-Pr\u00e4sidentin Maria Krautzberger jedoch nicht daran, den Bundesl\u00e4ndern, also auch NRW, zu raten, doch bitte <span style=\"text-decoration: underline;\">keine gro\u00dfen Mindestabst\u00e4nde<\/span> zwischen Wohnbebauung und Windkraftanlage vorzuschreiben: Denn das k\u00f6nnte die deutschen Ausbauziele f\u00fcr Windenergie und mithin die gesamte Energiewende gef\u00e4hrden. Hierzu die WamS:<\/p>\n<blockquote>\n<p id=\"p29\" class=\"prefix_1 text artContent\">Was geschieht aber, falls am Ende der UBA-Studie oder der Untersuchung des d\u00e4nischen Instituts Kraeftens Bekaempelse doch eine Gesundheitswarnung steht? M\u00fcssen die Windkraftanlagen dann wieder abgebaut werden, oder wird Bev\u00f6lkerung umgesiedelt?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"prefix_1 text artContent\">Mit dem Thema Umsiedlung sind wir in Fronhoven\/Neu-Lohn ja schon vertraut. Aber will man das den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern wirklich WIEDER antun? Weiterhin schrieb die WamS:<\/p>\n<blockquote>\n<p id=\"p30\" class=\"prefix_1 text artContent\">In dem &#8222;Welt am Sonntag&#8220;-Report waren immerhin mehrere Mediziner und Akustik-Experten zu Wort gekommen, die eine m\u00f6gliche Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch Infraschall nicht ausschlie\u00dfen wollen und dringend zu weiteren Untersuchungen raten. Zu diesen Mahnern geh\u00f6ren Mediziner der \u00c4rztekammer Wien, HNO-Experten der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen sowie Akustiker der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, die in einer <a title=\"Link zur UBA-Machbarkeitsstudie \u00fcber Infraschall-Gefahren\" href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/machbarkeitsstudie-zu-wirkungen-von-infraschall\" target=\"_blank\" name=\"_art_link_\">Studie f\u00fcr das Umweltbundesamt<\/a> sogar schon mit zahlreichen Indizien und einer gewissen Dringlichkeit auf den gro\u00dfen Forschungsbedarf hingewiesen haben.<\/p>\n<p id=\"p32\" class=\"prefix_1 text artContent\">Auch mit dem in D\u00e4nemark landesweit bekannten Fall des Nerz-Z\u00fcchters Kaj Bank Olesen geht die D\u00e4nische Energieagentur eigent\u00fcmlich um: Olesen behauptet, dass sich die Tiere in den St\u00e4llen gegenseitig zum Teil t\u00f6dliche Wunden zuf\u00fcgen, seit nur wenige Hundert Meter hinter seiner Farm Windkraftanlagen errichtet wurden. Auch die Zahl der Fehl- und Missgeburten sei drastisch gestiegen.<\/p>\n<p id=\"p33\" class=\"prefix_1 text artContent\">Die D\u00e4nische Energieagentur verweist auf ein Papier des Kompetenzzentrums f\u00fcr Landwirtschaft und Pelztiere. Demnach l\u00e4gen keine Berichte \u00fcber negative Auswirkungen auf die Produktion von Pelztieren vor. Nur: Das von der Beh\u00f6rde zitierte Papier stammt aus dem Jahre 2011. Der Fall Olesen konnte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht aktenkundig geworden sein, da die Windkraftanlagen nahe der j\u00fctl\u00e4ndischen Nerz-Zucht erst Ende 2013 errichtet worden waren.<\/p>\n<p id=\"p34\" class=\"prefix_1 text artContent\">In der Diskussion \u00fcber m\u00f6gliche Gesundheitsgefahren des Infraschalls aus Windkraftanlagen geht es nicht um Panikmache. Es ist tats\u00e4chlich ja m\u00f6glich, dass die bestehenden Verdachtsmomente am Ende wissenschaftlich widerlegt werden.<\/p>\n<p id=\"p35\" class=\"prefix_1 text artContent\">Doch bisher erwecken deutsche und d\u00e4nische Umweltbeh\u00f6rden nicht den Eindruck, dass sie die Sorgen und \u00c4ngste der Windkraftanwohner in dieser Frage \u00fcberhaupt ernst nehmen. Die Kritiklosigkeit, mit der deutsche Landesumwelt\u00e4mter und Energieagenturen die eher irref\u00fchrenden Ausfl\u00fcchte der d\u00e4nischen Regierung hinzunehmen bereit sind, spricht nicht eben f\u00fcr echtes Erkenntnisinteresse. Solange die betroffenen B\u00fcrger aber das Gef\u00fchl haben m\u00fcssen, sie w\u00fcrden mit oberfl\u00e4chlichen Ausreden abgewimmelt, kann das f\u00fcr die Akzeptanz der Energiewende vor Ort keine guten Folgen haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"prefix_1 text artContent\">Alles in allem eine sehr beunruhigende Entwicklung. Ist ja auch sehr einfach f\u00fcr diejenigen, die diese Entscheidungen treffen, aber selber nicht davon betroffen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So stellt sich leider immer wieder die Politik gegen\u00fcber dem Thema Infraschall auf. Genauer gesagt, erhalten wir von der B\u00fcrgerinitiative immer wieder die Aussagen, wenn wir das Thema Infraschall ansprechen, dass es anhand der existierenden wissenschaftlichen Grundlagen keinen Beleg daf\u00fcr gibt, dass Windr\u00e4der negative Auswirkungen f\u00fcr die Gesundheit haben. 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