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Blick vom Blausteinsee aus auf Fronhoven

So sieht es derzeit noch aus, wenn man aus luftiger Höhe, übern Blausteinsee schwebend in Richtung Kraftwerk und Fronhoven blickt:

Blausteinsee, Kraftwerk und Fronhoven

14.06.2015 – Foto von karlfilmproduction

Leider wird sich dieser schöne Anblick sehr bald zum Negativen hin ändern, wenn nördlich von Fronhoven bis zu elf Windkraftanlagen seitens der Stadt Eschweiler und ggf.nochmals genau soviele von der Gemeinde Aldenhoven aus errichtet werden. Dann ist Schluss mit der Idylle. Die Politik nimmt das gelassen in Kauf, trotz all unserer Bemühungen!

RWE und die kleine Haselmaus

Was sich in der Überschrift noch wie eine schöne Geschichte anhört ist in der Realität der pure Schwachsinn! Da schafft man seitens RWE einen sogenannten „Ersatzwohnraum“ für die streng geschützte und bedrohte Haselmaus aus dem Hambacher Forst genau bei uns vor der Tür in der Indeaue und nun will man genau dort in UNMITTELBARER Nähe elf Windkraftanlagen errichten.

Der RWE-Braunkohleabbau im Hambacher Forst zerstört den natürlichen Lebensraum des Nagers – der Wald wird platt gemacht. AUS DIE MAUS!
Laut RWE entsteht an der Indeaue ein optimales Zuhause für Haselmäuse, in das sie aus dem Vorfeld des herannahenden Tagebaus Hambach umgesiedelt werden. „Auf der Sophienhöhe hat sich schon durch natürliche Wiederbesiedlung die wahrscheinlich höchste Dichte an Haselmäusen in der ganzen Region entwickelt. Daher bringen wir die Tiere mitsamt ihren Haselmauskästen in die noch unbesiedelte Indeaue. Dort haben sie dann ideale Bedingungen, um eine neue Population zu gründen“, so Dworschak. Entlang des Wanderwegs in den Böschungen der Indeaue hängen mittlerweile über hundert Nistkästen. Sie sehen wie Vogelhäuschen aus, werden aber mit dem Loch zum Baumstamm aufgehängt und bieten den Haselmäusen optimale Rückzugsmöglichkeiten um ihren Nachwuchs groß zu ziehen.
„Ziel ist, dass die Haselmäuse darin Unterschlupf finden und wir sie mitsamt Kasten in die Indeaue transportieren. Dort herrschen ideale Bedingungen, um eine neue Population zu gründen“, so RWE-Sprecherin Laura Hoeboer-Schneider.
Tierschützer glauben, dass die Umsiedlung das Todesurteil für die Population ist! „Es ist eine Illusion, anzunehmen, dass Tiere sich ohne Schaden umsiedeln lassen“, so Dirk Jansen vom BUND. „RWE nimmt vielen geschützten und ungeschützten Tierarten den Lebensraum und spielt Schöpfer. Das funktioniert nicht!“

Der Pressebericht von RWE hört sich ja noch ganz gut an. Nur was geschieht denn mit den frisch umgesiedelten Tieren, wenn die Windkraftanlagen dort direkt neben der Indeau errichtet werden? Genau DORT sollen nämlich die neuen elf Anlagen auf der dann neuausgewiesenen Konzentrationszone errichtet werden! Werden die Haselmäsue dann wieder irgendwo anders hin umgesiedelt? Wir von der Bürgerinitiative glauben nicht, dass dann noch eine Population entstehen wird. Oder ist das alles nur eine Hinhaltetaktik seitens RWE?

Quellen

Fotomontage – Windkraft in Fronhoven

Ich bin am Sonntag mal nach Weilerhausen gefahren und habe mir die vergleichbaren Windkraftanlagen angehört und angeschaut. Der Wind stand an diesem Tag entsprechend „günstig“, so dass ich auch die Anlagen mal hören konnte und ich war wirklich sehr (negativ) überrascht, wie laut die Anlagen denn in der Realität sind. Gutachten und Lärmmessung hin oder her – die Anlagen sind LAUT!

Kennen Sie das Geräusch, wenn ein Flugzeug laut vorbeifliegt? Ja? Dann stellen Sie sich dieses Geräusch vor, kurz bevor es nicht mehr hörbar ist, bzw. das Flugzeug weiter geflogen ist. Ungefähr genau dieses Geräusch kann man dann, bei entsprechender Windrichtung, kostant wahrnehmen.

Ich habe dann vor Ort mal ein paar Fotos von den 200m Anlagen erstellt. Im folgenden sehe sie ein Foto aus meiner Garten am Sonntag aufgenommen. Auf dem zweiten Foto sehen sie dann eine Fotomontage, wo ich die Windkrafträder aus Weilerhausen auf dem geplanten Abstand von 871m Entfernung aufgenommen habe (also das Foto entstand an einer Stelle, wo das naheste Windkraftrad 871m entefrnt war). Hier sieht man dann vier Anlagen (geplant sind in diesem Sektor aber sechs Anlagen – sprich in der Realität sollen sich dann später noch zwei weitere Anlagen dort befinden) auf dem entsprechenden Abstand – so wird das dann also aussehen. Mit der schönen Aussicht ist es dann ein-für-alle Mal vorbei!!

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So sah es am 12.03.2015 hier aus

montage

So soll es dann 2016/2017 aussehen…

Wenn Sie auf die Bilder klicken, bekommen Sie diese auch in „groß“ angezeigt, was das Ganze nocheinmal verdeutlicht.

Schön ist anders! Und wie gesagt, es werden ja mehr Anlagen errichtet, als die hier abgebildeten. Dazu kommen dann später noch Anlagen, die von Aldenhoven aus errichtet und dann auch sichtbar werden. Rund um Fronhoven werden wir also immer mehr mit Windkraftanlagen „belastet“.