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Treffen mit der SPD-Fraktion

Am 26. Mai hat sich die Bürgerinitiative (vertreten durch Berthold Braun, Max Rinkens, Volker Schreck und Marcel Cuvelier) mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion Nadine Leonhardt (Fraktionsvorsitzende), Stephan Löhmann (stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender), Peter Kendziora und Klaus Fehr im Rathaus zu einem Gespräch getroffen.

Frau Leonhardt erläuterte, warum sich die SPD-Fraktion für Windkraft einsetzt. Eine Hauptargumentation der SPD ist, dass sich Eschweiler bisher sehr bei dem Ausbau der Windenergie zurückgehalten habe. Deswegen plane man die beiden weiteren Zonen. Außerdem wären die zusätzlichen WEA’s ein Zugewinn an Energie und natürlich auch für die Stadt aus finanzieller Sicht sehr attraktiv (u.a. Gewerbesteuer).

Sie stellte innerhalb der angeregten Diskussion zwischen der Bürgerinitiative und der SPD-Fraktion immer die Güteabwegung dem Nutzen der Allgemeinheit gegenüber.

Wir diskutierten über das ecoda Gutachten und Gutachten im Allgemeinen. Außerdem stellte uns Herr Löhmann die Abwägung bzgl. Infraschalls des Verwaltungsgericht Würzburg vor.

Nichts desto trotz konnten wir dem Resümee der SPD entnehmen, dass man zwar unsere Befürchtungen versteht, dass man speziell auf das Thema „Sicherheit“ bezogen auf die knappen Mindestabstände zur Wohnbebauung, die durch die Stadt Eschweiler GRUNDSÄTZLICH auf NUR 600 Meter definiert wurden, nochmal ’schauen‘ möchte, aber dass die Änderung des Flächennutzungsplanes wohl SO WIE ER IST, durch den Rat ‚winken‘ wird. Hier wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit am 28.05.2015 keine Änderung mehr erfolgen! Lediglich bzw. ggf. versucht man im Nachgang noch im B-Plan (Bebauungsplan) ein paar Einschränkungen zu erwirken, aber grundsätzlich wird es dann schon den Flächennutzungsplan geben, der prinzipiell WEA in einem Abstand von 600 Meter zur Wohnbebauung zulässt!

Auf unser Bitten, dass die Konzentrationszonen 3 und 4 aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden, um somit den Abstand im Vorfeld klar zu definieren, wurde leider nicht eingegangen!

Fotomontage – Windkraft in Fronhoven

Ich bin am Sonntag mal nach Weilerhausen gefahren und habe mir die vergleichbaren Windkraftanlagen angehört und angeschaut. Der Wind stand an diesem Tag entsprechend „günstig“, so dass ich auch die Anlagen mal hören konnte und ich war wirklich sehr (negativ) überrascht, wie laut die Anlagen denn in der Realität sind. Gutachten und Lärmmessung hin oder her – die Anlagen sind LAUT!

Kennen Sie das Geräusch, wenn ein Flugzeug laut vorbeifliegt? Ja? Dann stellen Sie sich dieses Geräusch vor, kurz bevor es nicht mehr hörbar ist, bzw. das Flugzeug weiter geflogen ist. Ungefähr genau dieses Geräusch kann man dann, bei entsprechender Windrichtung, kostant wahrnehmen.

Ich habe dann vor Ort mal ein paar Fotos von den 200m Anlagen erstellt. Im folgenden sehe sie ein Foto aus meiner Garten am Sonntag aufgenommen. Auf dem zweiten Foto sehen sie dann eine Fotomontage, wo ich die Windkrafträder aus Weilerhausen auf dem geplanten Abstand von 871m Entfernung aufgenommen habe (also das Foto entstand an einer Stelle, wo das naheste Windkraftrad 871m entefrnt war). Hier sieht man dann vier Anlagen (geplant sind in diesem Sektor aber sechs Anlagen – sprich in der Realität sollen sich dann später noch zwei weitere Anlagen dort befinden) auf dem entsprechenden Abstand – so wird das dann also aussehen. Mit der schönen Aussicht ist es dann ein-für-alle Mal vorbei!!

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So sah es am 12.03.2015 hier aus

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So soll es dann 2016/2017 aussehen…

Wenn Sie auf die Bilder klicken, bekommen Sie diese auch in „groß“ angezeigt, was das Ganze nocheinmal verdeutlicht.

Schön ist anders! Und wie gesagt, es werden ja mehr Anlagen errichtet, als die hier abgebildeten. Dazu kommen dann später noch Anlagen, die von Aldenhoven aus errichtet und dann auch sichtbar werden. Rund um Fronhoven werden wir also immer mehr mit Windkraftanlagen „belastet“.