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AN Artikel „EWV will doppelt einsteigen in Windpark Fronhoven“

In den Aachener Nachrichten vom 25.09.2015  werden wir erneut über die uns gegenüber getroffenen Äußerungen seitens der Stadt und der nun in der Öffentlichkeit kommunizierten Tatsachen überrascht. Wie sagte schon Konrad Adenauer:

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Uns gegenüber hat die Stadt immer felsenfest behauptet, dass man an den WEAs nördlich von Fronhoven kein eigenes Interesse (außer den Gewerbesteuern und die Einnahmen für die Zuwegung) hege – von wegen!! Zitat aus der Aachner Nachrichten:

Die Stadt Eschweiler wird über ihren Anteil an der Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EWV)  am Windpark  bei Fronhoven teilhaben.

64 Millionen Euro Kosten

Da soll man sich als Bürgerin und Bürger der Stadt Eschweiler und als Mitglied der Bürgerinitiative nicht veräppelt vorkommen. Sowohl der Bürgermeister, wie auch der technische Beigeordnete haben der BI gegenüber in einem perönlichem Gespräch, nach Nachfrage unsererseits (Warum soll dort überhaupt eine weitere Konzentrationszone errichtet werden?) geäußert, dass die Stadt sich dort nicht an einem Invest beteiligen will und wird. Die Stadt verfüge derzeit sowieso nicht über die benötigten Geldmittel.

Foto von Reinhard Sandbothe - Quelle: http://piqs.de/fotos/search/windenergie/115651.html - Some rights reserved

Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses

Am 28. Mai 2015 fand die lang erwartete öffentliche Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses statt. Aus Fronhoven und Neu-Lohn waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gekommen, um der dem Ausschuss beizusitzen, so dass nahezu alle Zuhörerplätze besetzt waren. Natürlich waren auch wir von der Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ vor Ort und haben an der Sitzung aufmerksam teilgenommen. Hier konnten wir auch noch mal weitere Bürgerinnen und Bürger über die Planung der Stadt Eschweiler informieren.

Als erster Tagespunkt der Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses stand die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes nördlich von Fronhoven an.Es wurde durch alle Parteien hinweg viel diskutiert und vor allem auch verschieden argumentiert. Auch die Bürgerinitiative wurde mehrfach innerhalb der Sitzung erwähnt. Doch das Fazit der Sitzung ist für uns alle mehr als ernüchternd:

Bei der Abstimmung hat lediglich die FDP (wie versprochen) dagegen gestimmt. Die CDU und UWG haben sich (lediglich) enthalten. Alle anderen Parteien haben für die Änderung des Flächennutzungsplanes gestimmt.

Was viele Bürgerinnen und Bürger sehr verärgert hat, war u.a. die Argumentation von Dietmar Widell (Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen) bezogen auf die Thematik Infraschall. Herrt Widell erläuterte, dass ein 100 km/h schnell fahrener PKW, die gleiche Menge an Infraschall ausstrahlt, wie eine Windkraftanlage und deswegen das Thema Infraschall kein KO-Kriterium für die Errichtung der WEA’s darstellt. Was Herr Widell dabei aber vergisst ist, dass wir Bürgerinnen und Bürger in Fronhoven/Neu-Lohn nach seinem Vergleich hin also demnächst 11 PKW’s, die jeweils 100 km/h schnell fahren vor unseren Schlafzimmerfenster hören/fühlen werden. Na dann GUTE NACHT!

Hermann Gödde, der technische Beigeordneter der Stadt Eschweiler, brachte zwar den B-Plan während der Sitzung ins Spiel, jedoch gab es keine konkreten Fakten, keinen Termin etc.

Somit müssen wir von der Bürgerinitiative leider feststellen, dass die Änderung des Flächennutzungsplanes ohne Berücksichtigung unserer Befürchtungen und Änderungsvorschläge trotz aller Gespräche und Mühen im Planungs-, Umwelt- und Bauausschusse verabschiedet wurde.