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Öffentliche Bekanntmachung – Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Imissionsschutzgesetz

Vor einigen Tagen gab es eine wichtige Bekanntmachung in der Zeitung. Es handelt sich dabei um das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Imissionsschutzgesetz, genauer um den Genehmigungsantrag der RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG. Wer die Bekanntmachung in der Zeitung nicht gesehen haben sollte, hat nun bis zum 29. April 2016 bei den folgenden Stellen die Möglichkeit, sich den Genehmigungsantrag und die zugehörigen Antragsunterlagen anzusehen:

  1. StädteRegion Aachen: Zollernstr. 20, 52064 Aachen, Zimmer F 325
    Mo-Do. von 08:00 – 15:00 Uhr und Fr. von 08:00 – 12:00 Uhr
  2. Stadt Eschweiler, Rathaus, 4. Etage, Zimmer 448
    Mo.-Mi. von 08:30 – 12:00 Uhr und von 14:00 – 15:30 Uhr, Do. von 08:30 Uhr – 12:00 Uhr und von 14:00 – 17:45 Uhr, Fr. von 08:30 – 12:00 Uhr
  3. Stadt Alsdorf, Hubertusstr. 17, 52477 Alsdorf, 6. Etage, Zimmer 603/604
    Mo. – Fr. von 08:00 – 12:00 Uhr, Mo./Di./Do. von 14:00 – 15:30 Uhr, Mi. von 14:00 – 18:00 Uhr
  4. Gemeinde Aldenhoven, Rathaus, Dietrich-Mülfarthstr. 11-13, 52457 Aldenhoven, Zimmer 29
    Mo. – Do. 08:30 – 12:00 Uhr, Di. 14:00 – 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 18:00 Uhr, Fr. 08:30 – 13:00 Uhr

Weiterhin kann man die Antragsunterlagen auch im Internet finden unter folgendem Link:
StädteRegion Aachen: Genehmigungsantrag der RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG

Die Stadt zieht Ihren Antrag auf Genehmigung der 2. Änderung des FNP zurück!

Die Stadt Eschweiler hat ihren Antrag auf Genehmigung der 2. Änderung des Flächennutzungsplans zurückgezogen. Dies teilte uns die Bezirksregierung Köln am heutigen Tag per Post mit.

Weitere Details dazu haben wir zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht, aber die Stadt Eschweiler wird sich weiterhin mit dem Verfahren befassen – so viel ist sicher.

Alle von uns angesprochenen Parteien schweigen sich derzeit zu diesem Punkt aus oder sind selber über diesen Umstand noch nicht informiert worden.

Weiteres Treffen mit der FDP-Fraktion

Nach unserem zuvorgegangenen Termin am heutigen Tag trafen wir uns wieder mit der FDP-Fraktion im Eschweiler Rathaus. Frau Prigge, Herr Theuer, Herr Braune und Herr Steins waren seitens der FDP anwesend und von der Bürgerinitiative waren Volker Schreck, Berthold Braun, Heinz Rinkens, Max Rinkens und Marcel Cuvelier dabei.

Die FDP stellte uns im Gespräch Ihren gestellten Änderungsantrag zur 2. Änderung des Flächennutzungsplanes im Detail vor. Sie will eine generelle Vergrößerung des Mindestabstands zu den geplanten Windenergieanlagen. Die FDP schlägt vor den Faktor sechs anzusetzen, wenn möglich sogar lieber den Faktor sieben. Dies würde bedeuten, dass man frühestens 1400 Meter vom nächsten Wohnquartier entfernt eine Windkraftanlage errichten könnte. „Die Risiken und Nebenwirkungen des Einsatzes von Windenergieanlagen mit großen Höhen sind in Deutschland derzeit noch nicht umfassend erforscht“, begründete Herr Theuer den Antrag der FDP. Die Bürgerinitiative begrüßt diesen Änderungsvorschlag, da er nicht ausschließlich auf Fronhoven/Neu-Lohn zugeschnitten ist, sondern für Eschweiler generell gilt.

Weiterhin hat uns die FDP erneut mit wertvollen Informationen rund um das Thema Windkraft, Umweltkommune, Gebietsreformen NRW etc. versorgen können. Wir bedanken uns für Ihr Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Treffen mit der SPD-Fraktion

Am 26. Mai hat sich die Bürgerinitiative (vertreten durch Berthold Braun, Max Rinkens, Volker Schreck und Marcel Cuvelier) mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion Nadine Leonhardt (Fraktionsvorsitzende), Stephan Löhmann (stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender), Peter Kendziora und Klaus Fehr im Rathaus zu einem Gespräch getroffen.

Frau Leonhardt erläuterte, warum sich die SPD-Fraktion für Windkraft einsetzt. Eine Hauptargumentation der SPD ist, dass sich Eschweiler bisher sehr bei dem Ausbau der Windenergie zurückgehalten habe. Deswegen plane man die beiden weiteren Zonen. Außerdem wären die zusätzlichen WEA’s ein Zugewinn an Energie und natürlich auch für die Stadt aus finanzieller Sicht sehr attraktiv (u.a. Gewerbesteuer).

Sie stellte innerhalb der angeregten Diskussion zwischen der Bürgerinitiative und der SPD-Fraktion immer die Güteabwegung dem Nutzen der Allgemeinheit gegenüber.

Wir diskutierten über das ecoda Gutachten und Gutachten im Allgemeinen. Außerdem stellte uns Herr Löhmann die Abwägung bzgl. Infraschalls des Verwaltungsgericht Würzburg vor.

Nichts desto trotz konnten wir dem Resümee der SPD entnehmen, dass man zwar unsere Befürchtungen versteht, dass man speziell auf das Thema „Sicherheit“ bezogen auf die knappen Mindestabstände zur Wohnbebauung, die durch die Stadt Eschweiler GRUNDSÄTZLICH auf NUR 600 Meter definiert wurden, nochmal ’schauen‘ möchte, aber dass die Änderung des Flächennutzungsplanes wohl SO WIE ER IST, durch den Rat ‚winken‘ wird. Hier wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit am 28.05.2015 keine Änderung mehr erfolgen! Lediglich bzw. ggf. versucht man im Nachgang noch im B-Plan (Bebauungsplan) ein paar Einschränkungen zu erwirken, aber grundsätzlich wird es dann schon den Flächennutzungsplan geben, der prinzipiell WEA in einem Abstand von 600 Meter zur Wohnbebauung zulässt!

Auf unser Bitten, dass die Konzentrationszonen 3 und 4 aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden, um somit den Abstand im Vorfeld klar zu definieren, wurde leider nicht eingegangen!

Fotomontage – Windkraft in Fronhoven

Ich bin am Sonntag mal nach Weilerhausen gefahren und habe mir die vergleichbaren Windkraftanlagen angehört und angeschaut. Der Wind stand an diesem Tag entsprechend „günstig“, so dass ich auch die Anlagen mal hören konnte und ich war wirklich sehr (negativ) überrascht, wie laut die Anlagen denn in der Realität sind. Gutachten und Lärmmessung hin oder her – die Anlagen sind LAUT!

Kennen Sie das Geräusch, wenn ein Flugzeug laut vorbeifliegt? Ja? Dann stellen Sie sich dieses Geräusch vor, kurz bevor es nicht mehr hörbar ist, bzw. das Flugzeug weiter geflogen ist. Ungefähr genau dieses Geräusch kann man dann, bei entsprechender Windrichtung, kostant wahrnehmen.

Ich habe dann vor Ort mal ein paar Fotos von den 200m Anlagen erstellt. Im folgenden sehe sie ein Foto aus meiner Garten am Sonntag aufgenommen. Auf dem zweiten Foto sehen sie dann eine Fotomontage, wo ich die Windkrafträder aus Weilerhausen auf dem geplanten Abstand von 871m Entfernung aufgenommen habe (also das Foto entstand an einer Stelle, wo das naheste Windkraftrad 871m entefrnt war). Hier sieht man dann vier Anlagen (geplant sind in diesem Sektor aber sechs Anlagen – sprich in der Realität sollen sich dann später noch zwei weitere Anlagen dort befinden) auf dem entsprechenden Abstand – so wird das dann also aussehen. Mit der schönen Aussicht ist es dann ein-für-alle Mal vorbei!!

20150412_100614

So sah es am 12.03.2015 hier aus

montage

So soll es dann 2016/2017 aussehen…

Wenn Sie auf die Bilder klicken, bekommen Sie diese auch in „groß“ angezeigt, was das Ganze nocheinmal verdeutlicht.

Schön ist anders! Und wie gesagt, es werden ja mehr Anlagen errichtet, als die hier abgebildeten. Dazu kommen dann später noch Anlagen, die von Aldenhoven aus errichtet und dann auch sichtbar werden. Rund um Fronhoven werden wir also immer mehr mit Windkraftanlagen „belastet“.

Eschweiler Zeitung – Artikel „Windkraft? Ja! Aber in angemessenem Abstand!“

Am 02.04.2015 erschien folgender Artikel von Tobias Röber (Aachener Zeitung) in der Eschweiler Zeitung:

Windkraft Zeitungsartikel

 

An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an Herr Röber, für die Genehmigung diesen Artikel hier publizieren zu dürfen!

Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“

Am 13. März 2015 haben Heinz Rinkens, Berthold Braun und Marcel Cuvelier die Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ gegründet. Die Motivation dieser Bürgerinitiative:

Wir sind nicht gegen Windkraft – ganz im Gegenteil! Wir befürworten den Ausbau von erneuerbaren Energien sogar ausdrücklich. Wir möchten nur, dass die Windenergieanlagen in einem angemessenen Abstand zu den Wohnhäusern gebaut werden, damit die Anwohner nicht gestört oder sogar krank werden.

Wir fordern die Einhaltung von einem Mindestabstandes von 2000 m (das entspricht der zehnfachen Höhe der geplanten Windkraftanlagen) zu unserem Ort. Aufgrund einer politische Initiative Bayerns hin hat der Gesetzgeber mit § 249a BauGB eine Regelung geschaffen, mit der die Bundesländer die planungsrechtliche Privilegierung von Windkraftanlagen im Außenbereich einschränken können. Von dieser Befugnis hat der Freistaat Bayern durch Einfügung des Art. 82 Abs. 1 – 5 Bayerische Bauordnung Gebrauch gemacht. Nach dieser Vorschrift wird § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB für Vorhaben, die der Nutzung der Windenergie dienen, nur Anwendung, wenn diese Vorhaben einen Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe zu Wohngebäuden einhalten.

Auf der folgenden Karte (Maßstab 1:10000) sehen Sie die geplanten Windenergieanlagen WEA 11 – 21 und einen entsprechenden Abstandsradius (800 m, 1000 m, 1200 m, 1500 m und 2000 m) zum nördlichsten Wohnhaus in Fronhoven:

WEA Abstandradius verkleinert

Weitere Informationen zu diesem Thema finden sie auf der zugehörigen Unterseite dieser Webseite: WINDKRAFT